Interview Mathias Drdla – Michael Götte

In der 424. Domino-Runde wendet sich Mathias Drdla an Michael Götte.

Mathias Drdla: Dein beruflicher Alltag teilt sich in zwei Tätigkeiten. Einerseits amtest du als Gemeindepräsident von Tübach, zum andern bist du in der Hartchrom in Steinach tätig. Wie teilst du deine Tage ein?

Michael Götte: Ursprünglich hatte ich die Idee, dass ich die Tage fix aufteilen kann. Mir wurde schnell bewusst, dass ich dort sein muss, wo es mich braucht. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, mit mir einen Termin zu vereinbaren. Dies erlaubt mir, jeden Tag individuell einzurichten. Mein Arbeitstag dauert von 06.00 Uhr und endet, wenn der letzte Termin erledigt
ist.

Mathias Drdla: Wie erholst du dich in deiner knappen Freizeit von den beruflichen Strapazen?

Michael Götte: Ich habe wieder entdeckt, wie gut ich meinen Ausgleich
in sportlichen Aktivitäten finde. Am schönsten ist es, wenn ich dies zusammen mit meiner Freundin ausüben kann. Ansonsten versuche ich mir auch Zeit für ein Bier oder ein Glas Wein frei zu halten.

Mathias Drdla: Wie weit denkst du kann deine persönliche Politkarriere
noch gehen, oder welches Amt würde dich noch reizen?

Michael Götte: Ich habe immer gesagt, dass ich mich nach 30 für die Politik oder die Wirtschaft entscheiden werde. Ich kann es heute aber noch nicht sagen. Die politische Karriere ist auch nicht planbar. Man muss für das richtige Amt zur bestimmten Zeit aus der richtigen Gegend kommen, das entsprechende Alter und die gewünschte Partei haben – viele Zufälle.

Mathias Drdla: In unserer Jugendzeit haben wir uns oft bei dir zu Hause im Rest. Krone, Steinach, getroffen! Hast du nie daran gedacht, das Restaurant weiterzuführen?

Michael Götte: Ich konnte die Gastronomie dank meiner Eltern sehr genau kennen lernen. Es gibt viele schöne, aber auch sehr anstrengende Facetten in diesem Gewerbe. Da ich wohl zu wenig Gault Millau Punkte ausweise, müsste ich das zuerst mit meiner Partnerin besprechen. Nein – ich habe einfach einen
anderen Weg eingeschlagen und bestaune Wirtsleute, die dies über Jahrzehnte erfolgreich betreiben.

Mathias Drdla: Letzte Woche durftest du deinen 30. Geburtstag feiern. Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Michael Götte: Wenn die Kerzen mehr kosten als der Geburtstagskuchen,
dann wird man alt. Ich hoffe einfach, dass ich gesund und munter weiterhin dynamisch und mit meinen Freunden durchs Leben gehen kann und in zehn Jahren mit einigen Kindern mehr wieder ein Fest stattfindet…