«Inseln des Glücks» bereit

Seit gestern Sonntag wird auf dem Begegnungsplatz Kellen gespielt, geklettert, gerutscht, gewippt, gesprungen und dazwischen ausgeruht. Kinder aller Altersstufen, Erwachsene verschiedener Generationen, Einheimische und Fremde, Menschen mit einer Behinderung und solche ohne tummelten sich erstmals auf der Anlage und können sich hier ab sofort tagsüber und bei trockenem Wetter frei bewegen, ohne dafür etwas bezahlen zu müssen.
Zehn «Inseln des Glücks»
Der Begegnungs- und Bewegungsplatz von allen für alle, welcher sich der regionalen Sportanlage anschliesst, setzt sich aus zehn kleinen «Inseln des Glücks» zusammen, welche durch die Hauptsponsoren mit Spiel- und Sportgeräten ausgerüstet wurden. Der Platz ist eine der grössten Anlagen dieser Art in der Schweiz und eine neue Attraktion in der Region St. Gallen-Bodensee.
Festliche Eröffnung
Die Melodia Goldach spielte, Frisco-Findus verteilte Gratisglace und der FC Goldach betrieb die Festwirtschaft, als die Anlage gestern mit Beteiligung weiter Bevölkerungskreise dem Betrieb übergeben wurde. Das Wort gehörte vorerst den Vertretern des Vereins Begegnungsplatz Kellen. Beat Ulrich begrüsste Initianten, Behördenvertreter, Sponsoren und die Bevölkerung zum Festanlass, welcher bei prächtigem Sommerwetter durchgeführt werden konnte. Marcel Kurz erzählte das wahre Märchen davon, wie sich der Platz von einer Idee zur Wirklichkeit entwickelte. Zwei Gesellen – ein Heisssporn und ein ruhiger Denker – hätten sich überlegt, wie als Gegenstück der Orte, wo sich Menschen kriegerisch gegenüber gestellt und ausgegrenzt fühlen, kleine Inseln des Glücks geschaffen werden könnten. Sie seien am Gedanken hängengeblieben, hätten Geldgeber und Menschen gefunden, welche für die Realisierung ihre Begabungen und Muskeln einsetzten. So sei der Begegnungsplatz Kellen entstanden.
Behinderte einbezogen
Iso Rechsteiner, der neue Präsident der Stiftung «Denk an mich», wies auf die grosse Bedeutung derartiger «Spielplätze für alle» für die Integration der Menschen mit einer Behinderung hin. Rolf Heinzmann von der Ortsgemeinde Goldach freute sich, dass in einer Zeit des Einzelkämpfertums die Idee der Solidarität so gut funktionierte. Gemeindepräsident Thomas Würth übernahm die Anlage in die Obhut der Gemeinde und versprach, sie in gutem Zustand zu erhalten.
Europameisterin aus Goldach
Der Gemeindepräsident benützte auch die Gelegenheit, Rebekka Gemperle zu ihrem sportlichen Erfolg zu gratulieren: Die Goldacher Studentin ist in Italien Europameisterin im Downhill- Skateboarden geworden und erzählte daheim von ihren Schnellfahrten auf dem speziellen Rollbrett und dem Training dafür.
Zum Anlass passend beschlossen die Volkstanzgruppe und die Guggenmusikgruppe von VGB-insieme Rorschach das Fest am Nachmittag mit einem Konzert.