Hinter den Kulissen der Betriebe

Viele Leute trafen sich, doch nirgends kam es zu Stockungen oder Massenandrang. Man verteilte sich auf über zwei Dutzend einheimische Gewerbebetriebe. Solche ausserhalb des Dorfs wie Zingg Industrieabfälle AG oder Schipps AG wurden mit dem Bus der Feuerwehr erreicht.

Die von Kulturkommission und Gewerbeverein gebotene Gelegenheit, hinter die Kulissen der Betriebe zu sehen, wurde allgemein als spannend empfunden. Von den meisten Firmen wusste man zwar, dass es sie gibt, war sich aber noch nicht bei allen kundig, was sie fabrizieren und wen sie beliefern.

Wissenslücken geschlossen
Wer etwa wusste schon, dass Bechtiger Edelstahl unter anderem Zubehör für Maschinen von Schokoladenfabriken herstellt und Aufzüge der Boltshauser AG auch ins ferne Ausland geliefert werden? Bekannt waren die Tübacher und Horner Tischsets der Druckerei Weibel. Es wurde alles unternommen, um die Besucher zu orientieren und Wissenslücken zu füllen. Fast überall waren Angestellte bei der Arbeit zu sehen. Inhaber führten durch die Betriebe, gaben Erklärungen und beantworteten Fragen. Kinder durften Hand anlegen, etwa unter Anleitung eines Lehrlings eine Mauer bauen. Sie bekamen im Atelier Bischof individuelle Namensschilder und Glaces. Erwachsene wurden verschiedenenorts mit Getränken bewirtet. So reichte die Zeit von drei Stunden kaum aus, um alle Firmen zu besuchen. Man traf eine Auswahl und hofft, ein ähnlicher Anlass werde zu gegebener Zeit wieder angeboten.

Musik in der Festwirtschaft
Die Festwirtschaft wurde in die Lagerhalle der Firma Zangarini verlegt. Dort sorgten die Geschwister Piras für volkstümliche Klänge und Ruth Falk spielte Klavier. Der Gaukler Romano Desideri beglückte mit seinen Kunststücken Kinder und Erwachsene. Hier trafen sich nach Abschluss der Besichtigungen auch Verantwortliche und Mitarbeitende der beteiligten Firmen zum Apéro. Gemeindepräsident Michael Götte freute sich über den Grosserfolg. Er dankte der Kulturkommission unter Yvonne Bienvenue und dem Gewerbeverein mit Präsident Roger Näf für die arbeitsintensive Organisation und lobte all jene, welche ihren freien Nachmittag zur Verfügung gestellt hatten.