Gute Wünsche und alte Zöpfe

Läuft alles nach Plan, so können der Erweiterungsbau für die Schule und der neue Kindergarten vor dem Start des Schuljahres 2014/15 bezogen werden. Maximal werden dann acht Schulklassen und zwei gemischte Klassen (1. und Chindsgi) mit etwas über 200 Kindern Platz finden. Ganz so rasant wird die Entwicklung allerdings nicht sein, lässt Gemeindepräsident Michael Götte an der Grundsteinlegung von gestern durchblicken. «Aktuell gehen in Tübach 120 Kinder in Schule oder Kindergarten. Nach Fertigstellung der Überbauung Hermet dürfte sich diese Zahl zwischen 140 und 150 einpendeln. Das Schulhaus kann der weiteren Entwicklung also lange Stand halten.»
Kinder sind wichtigste Gäste
Ehe die mit Dokumenten und Zeitungen gefüllte kupferne Kiste als symbolischer Grundstein in den Boden eingegraben wird, verweist Götte in seiner kurzen Ansprache darauf, dass die Gemeinde sehr lange auf diesen Tag habe warten müssen. Nicht die anwesenden Behördenmitglieder oder Baufachleute seien heute die wichtigsten Gäste, sondern die Kinder, betonte er, denn: «Für euch bauen wir diese Gebäude.»
Schulpräsident René Latzer erinnert nochmals an den Werdegang von «Max und Moritz», so heisst das nun umgesetzte Siegerprojekt, und nennt die Grundsteinlegung einen Meilenstein. Die Schüler fordert er auf, die Kiste mit guten Wünschen zu füllen, aber gleichzeitig auch alte Zöpfe abzuschneiden und zu vergraben, was im «neuen» Schulhaus nichts mehr zu suchen habe.
Altes Problem endlich gelöst
Die Platznot im Schulhaus ist seit langem bekannt, weshalb sich nach mehrjährigem Unterbruch die Arbeitsgruppe «Schulhauserweiterung» wieder an die Arbeit gemacht hat. Im Februar 2012 wurde über die Erweiterung informiert; im März ein Projektierungskredit gutgeheissen, dann ein Architekturwettbewerb durchgeführt. An der diesjährigen Bürgerversammlung wurde der Kredit über 4,99 Mio. Franken gutgeheissen.
Das interessiert die über 100 Schülerinnen und Schüler an diesem Tag wenig. Höhepunkt für sie ist das Loslassen der Ballone, die sie mit ihren Lehrkräften in Händen halten. Nach dem Kommando von Götte «drei, zwei, eins…» blicken die Mädchen und Buben der am Himmel langsam entschwebenden bunten Wolke fasziniert nach.