Guggen geben den Ton an

Es sind die Nächte der Guggenmusiken. In der Mehrzweckhalle in Tübach geben die Guggen am Freitag und Samstag den Ton an und zeigen den Gästen, wie Fasnacht tönt. Sie spielen auf der Bühne, und sie spielen, wenn sie den Saal verlassen. Zehn Guggenmusiken wechseln sich am Freitagabend ab, unter ihnen die Räbä-Forzer aus Thal, die Oohregrööbler aus Rotkreuz und die Teemöcke Gugger aus Würenlingen. Sieben Formationen sind es am Samstag an der Gönnernacht, darunter die Rorschacher Gassärassler. Das Power-Weekend in Tübach stand unter der Leitung von OK-Präsident Dominik Füger, Mörschwil, der gleichzeitig musikalischer Leiter der Rorschacher Gassärassler ist.
Eine gesunde Formation
Auch für die Frauen und Männern der Rorschacher Gassärassler ist die Fasnacht fast das halbe Leben. Die derzeit 35 Fasnacht- Guggerinnen und -Gugger sind eine erfolgreiche Formation, und dies nicht nur in der Region, wie von Präsident Peter Stübi zu erfahren ist. Auftritte im Ersten Deutschen Fernsehen zählen zu den Highlights. Und im vergangenen Jahr konnten die Gassärassler das 30jährige Bestehen feiern. Hochs und Tiefs finden sich in der Vereinsgeschichte. Aus den 15 Musizierenden im Gründungsjahr wurden es bis zum Jahr 2008 über 60 Mitglieder. «Mit den heute 35 Guggerinnen und Guggern haben wir eine sowohl qualitativ als auch quantitativ gute und gesunde Formation», sagt Präsident Peter Stübi.
Arbeiten hinter den Kulissen
Der Guggensound hat sich im fasnächtlichen Treiben in allen Regionen etabliert. Doch für die Guggenmusiken selbst habe sich die Situation verändert, sagt Stübi. Für ihn stelle sich auch die grundsätzliche Frage, was Guggenmusik denn sei. Der Weg führe über die Kakophonie zu den Auftritten, die animieren müssten und Show-Akts seien. Er stelle auch fest, dass viele Gugger nicht mehr bereit seien, das Vereinsleben zu zelebrieren und Vereinsarbeit zu leisten. Mit der Situation der Gassärassler sei er aber zufrieden: «Wir sind finanziell gesund. Es stimmt alles.» Und dabei vergisst er auch nicht, jene Männer und Frauen zu erwähnen, die zwar nicht in der Gugge aktiv tätig sind, aber an dem Tübacher Power-Wochenende während zweier Abende «hinter den Kulissen» gearbeitet haben.