Grosshotel auf unserer Sportanlage vernünftig?

Die Behörden- und PR-Offensive ist beträchtlich. Kein Zweifel. Nur warum und für wen, ist weniger klar. Viele Fragen bleiben beim genaueren Hinsehen offen. Warum aber werden im Abstimmungskampf zum Teilzonenplan «Kellen-Waldegg» in Tübach mit dem privaten Hotelprojekt «The Wall» von Behördenseite kaum Fakten präsentiert?

Zum Beispiel bei einem der Hauptargumente der Befürworter: «Durch die bessere Auslastung der Sportanlage würden Mehreinnahmen generiert.» Wie viel, konnte aber auf Nachfrage nicht genauer belegt werden. Mangels Abklärungen sei die Höhe der zu erwartenden Mehreinnahmen nicht klar, so Thomas Würth, Präsident des Zweckverbandes Sportanlagen Kellen.

Grundsätzlich ist es üblich, dass für jedes Geschäft eine Kosten-Nutzen-Rechnung gemacht wird. Der Zweckverband wäre gut beraten, diese Rechnung nochmals zu prüfen. Sonst könnte es sich am Ende herausstellen, dass sich der private Hotelbetrieb als Nutzniesser der Anlage zuungunsten der lokalen Vereine und der Bevölkerung entpuppt.

Die Befürworter sprechen von einem ausgewiesenen Bedarf. Betrachtet man jedoch die effektiven Zahlen, so haben wir in den Hotels der Region St. Gallen-Bodensee eine Bettenauslastung im Jahr von 37 Prozent. Kann da von einem ausgewiesenen Bedarf gesprochen werden? Ist es vernünftig, in dieser Situation ein zusätzliches Hotel mit 200 Betten zu bauen?

12 Mio. Fr. (oder 20 Mio., wie in den verschickten Flyern geschrieben!) für 200 Betten ergibt 60 000 Fr. pro Bett. Das gibt den stolzen Betrag von 240 000 Fr. pro Viererzimmer. Für die «cheap & chic»-Hotels rechnet man aber nur mit Kosten von 30 000 Fr. pro Zimmer. Kann diese Rechnung aufgehen? Können wirklich günstige Übernachtungsmöglichkeiten von 50 Fr. pro Bett angeboten werden? Ein Grosshotel in der Kellen in Konkurs wäre wohl keine Bereicherung, weder für die Gemeinde noch für die Region. Und die möglichen Nutzungsalternativen (zum Beispiel ein Durchgangsheim): Wären die wünschenswert?

Für uns bleiben beim vorliegenden Projekt zu viele Fragen offen. Darum «Nein» zu einem fragwürdigen Projekt.

Grosshotel auf unserer Sportanlage vernünftig?

Die Behörden- und PR-Offensive ist beträchtlich. Kein Zweifel. Nur warum und für wen, ist weniger klar. Viele Fragen bleiben beim genaueren Hinsehen offen. Warum aber werden im Abstimmungskampf zum Teilzonenplan «Kellen-Waldegg» in Tübach mit dem privaten Hotelprojekt «The Wall» von Behördenseite kaum Fakten präsentiert?

Zum Beispiel bei einem der Hauptargumente der Befürworter: «Durch die bessere Auslastung der Sportanlage würden Mehreinnahmen generiert.» Wie viel, konnte aber auf Nachfrage nicht genauer belegt werden. Mangels Abklärungen sei die Höhe der zu erwartenden Mehreinnahmen nicht klar, so Thomas Würth, Präsident des Zweckverbandes Sportanlagen Kellen.

Grundsätzlich ist es üblich, dass für jedes Geschäft eine Kosten-Nutzen-Rechnung gemacht wird. Der Zweckverband wäre gut beraten, diese Rechnung nochmals zu prüfen. Sonst könnte es sich am Ende herausstellen, dass sich der private Hotelbetrieb als Nutzniesser der Anlage zuungunsten der lokalen Vereine und der Bevölkerung entpuppt.

Die Befürworter sprechen von einem ausgewiesenen Bedarf. Betrachtet man jedoch die effektiven Zahlen, so haben wir in den Hotels der Region St. Gallen-Bodensee eine Bettenauslastung im Jahr von 37 Prozent. Kann da von einem ausgewiesenen Bedarf gesprochen werden? Ist es vernünftig, in dieser Situation ein zusätzliches Hotel mit 200 Betten zu bauen?

12 Mio. Fr. (oder 20 Mio., wie in den verschickten Flyern geschrieben!) für 200 Betten ergibt 60 000 Fr. pro Bett. Das gibt den stolzen Betrag von 240 000 Fr. pro Viererzimmer. Für die «cheap & chic»-Hotels rechnet man aber nur mit Kosten von 30 000 Fr. pro Zimmer. Kann diese Rechnung aufgehen? Können wirklich günstige Übernachtungsmöglichkeiten von 50 Fr. pro Bett angeboten werden? Ein Grosshotel in der Kellen in Konkurs wäre wohl keine Bereicherung, weder für die Gemeinde noch für die Region. Und die möglichen Nutzungsalternativen (zum Beispiel ein Durchgangsheim): Wären die wünschenswert?

Für uns bleiben beim vorliegenden Projekt zu viele Fragen offen. Darum «Nein» zu einem fragwürdigen Projekt.