Grenzenlosigkeit im Druck

Rund 300 Kunden und Interessierte liessen sich am Tag der offenen Türe Werbung demonstrieren, die primär in ihrer Vielfalt als fast grenzenlos bezeichnet werden kann. Als bleibender Eindruck auf dem Betriebsrundgang blieb die Vielfalt in der Werbetechnik. Die Produktion umfasst Beschriftungen aller Art wie Grafik, Sieb- und Digitaldruck, Messe- und Standbau oder Displayproduktion. Sogar eine Schreinerei und Schlosserei gehören zum Betrieb. Danebst gibt es Druck und Ausrüsten in allen Varianten – Grossformatdruck, Plexi-, Fräs- und Formtechnik – kurz alles, was es für die Herstellung von modernen Werbemitteln braucht.

«Alles aus einer Hand»
Ideenreichtum ist nicht zuletzt Firmengründer Benno Bischof zuzuschreiben. 1964 hat er als Einmannbetrieb begonnen. Das Unternehmen beschäftigt heute gegen 30 Mitarbeiter. Vielfältig sind auch die Berufe, die hier ausgeübt werden: Werbetechniker, Typografen, Siebdrucker, Schlosser und Schreiner. Entsprechend werden auch Lehrlinge ausgebildet. Bettina und Roger Neff-Bischof sind als nächste Generation erfolgreich am Werk. «Alles aus einer Hand» lautet die Unternehmensphilosophie.

Im Mittelpunkt stand die neue Sechsfarben-Digitaldruckmaschine UV-Jet 215-Plus. Auf ihr werden direkt eingegebene Daten sechsfarbig auf verschiedene Materialien mit planer oder unebener Oberfläche gedruckt. Auf dem «Zünd Cutting System» werden die Werbeprodukte geschnitten, gefräst und gerillt. Mit dieser Investition eröffnet sich der Atelier Bischof AG ungeahnte Möglichkeiten in der Werbetechnik.

Auf dem Gipfel des Everest
«Grenzenlosigkeit» wurde auch durch den faszinierenden Vortrag von Evelyne Binsack in der Mehrzweckhalle untermauert, der ersten Schweizerin auf dem Mount Everest. Die Bergführerin und Heli-Pilotin vermochte zu begeistern, aber auch ernsthaft zu hinterfragen. Sie hat die Eigernordwand dreimal durchstiegen, einmal 1999 in einer Live-Sendung für das Fernsehen.

Am 24. Mai 2001 stand die gebürtige Nidwaldnerin auf dem Mount Everest. Über vier Basislager erfolgte die Akklimatisation während Wochen. Nicht weniger als sieben Tonnen Material wurden herangeschafft. Neun Tage war das Wetter schlecht. Dann der Aufstieg zum Gipfel – allein, weil der Begleiter erst später folgte. 80 bis 100 Höhenmeter pro Stunde sind in dieser Höhe noch möglich. Schliesslich der Gipfelgrat mit atemberaubenden Tiefen links und rechts. Wen wundert es, dass Evelyne Binsack von «mentaler Kraft» sprach. Viel Philosophie war da zu hören über Wagnisse, über Ängste und Gipfelglück, über Grenzerfahrungen. Dazu eine Bild-Dokumentation mit Bergen und Menschen. Evelyn Binsack sprach von Dankbarkeit, Gipfelfreude, Angst vor dem Abstieg und vom Glücksgefühl, wenn man unten ist. – Ein Vortrag mit Tiefgang und mit sprichwörtlicher Grenzenlosigkeit.