Gemeinsamer Grundwasserbrunnen

Im Gebiet «Langergeten» im Horner Wald unmittelbar neben der neuen Feuerstelle soll das Gemeinschaftswerk entstehen. «Der Standort am Waldrand ist ideal, hier kann nicht gebaut werden und rundherum haben wir Landwirtschaftszone», sagt Hannes Bommer, Gemeindeammann von Horn, bei einer Besichtigung vor Ort. Vorteilhaft sei zudem, dass sie hier nur mit einigen wenigen Grundeigentümern verhandeln müssten, ergänzt Ernst Locher, zuständiger Gemeinderat in Tübach.

Pumpversuche und hydrologische Untersuchungen für den neuen Brunnen lieferten positive Ergebnisse. «Mächtig» bezeichnet Hannes Bommer das Grundwasservorkommen, «eine tendenziell bessere Qualität» bescheinigt Ernst Locher dem Wasser selbst.

Die Gemeinden überlegen sich den Neubau, weil in Horn die Konzession für die alte Grundwasserfassung ausgelaufen ist und in Tübach provisorisch verlängert wurde. «Die Grundwasserfassung Mühlhof ist nach 50 Jahren Betrieb völlig verschlammt und müsste saniert werden», sagt Ernst Locher. Er sieht in der neuen Fassung einen weiteren Vorteil: «Mit wenig Geld könnte viel für die Natur getan werden. Mit einer Notwassereinspeisung in den Mühlibach könnte dieser für die Aufzucht von Fischen genützt werden.»

Die Kosten für den neuen Brunnen und den Bau der nötigen Leitungen werden auf 3,5 Mio. Franken geschätzt. Nach einem provisorisch festgelegten Verteilschlüssel entfielen auf Tübach 1,5 Mio. Franken, der Rest auf Horn. Demnächst entscheidet der Horner Gemeinderat über einen Kredit von gegen 30 000 Franken für ein entsprechendes Vorprojekt.