Gemeinde darf nun Bauland schaffen

Die Einwände gegen den Teilzonen- und den Überbauungsplan wurden vom Gemeinderat Tübach, vom Baudepartement und auch vom Verwaltungsgericht abgewiesen. Nun verzichten die beiden Einsprecher auf den Gang zur letzten Instanz. Damit sind die Pläne rechtskräftig.
2011 baureif
Der Gemeinderat hat nun nach Auskunft von Gemeindepräsident Michael Götte sofort die Detailplanung der Erschliessung veranlasst. Leitungen und Strasse dürften bis im nächsten Frühjahr erstellt sein, womit der Bau erster Häuser ab Sommer 2011 denkbar ist. Bis zu den ersten Monaten 2011 wird der Gemeinderat auch festlegen, nach welchen Kriterien (Einheimische, Zuzüger, Familien etc.) Bauparzellen verkauft werden und welche in der ersten Etappe. Er befasst sich damit an der Klausurtagung im November.
Grosses Interesse
Wer den Bau einer Wohnung oder eines Hauses in diesem neuen Dorfteil Richtung Kloster in Erwägung zieht, konnte sich bei der Gemeinde melden. Die – noch unverbindliche – Liste umfasst über hundert Interessenten. Sie werden laufend informiert und dann zur Bewerbung um eine Parzelle eingeladen. Die Ausschreibung wird aber für jedermann erfolgen. Zwei Parzellen sind reserviert für die Genossenschaft, die zwölf Alterswohnungen projektiert. Weiter haben vier kleine Mehrfamilienhäuser und 16 Einfamilienhäuser Platz.
Die Gemeinde rechnet mit einem nach Lage und Aussicht ab 500 Franken ansteigenden Preis je Quadratmeter. Der Genossenschaft will sie Boden etwas günstiger und gegen Anteilscheine abgeben, was voraussichtlich einen Entscheid der Bürgerversammlung 2011 bedingt.
In Etappen wachsen
Die Bürger bewilligten gegen 7 Mio. Franken für den Kauf und die Erschliessung des Bodens und ermächtigten den Gemeinderat, das Land parzellenweise wieder zu verkaufen. Aber nicht auf einmal, sondern in zwei etwa gleich grossen Etappen in mindestens zwei Jahren Abstand.