Funktionierender Kulturaustausch

Sowohl das musikalische und persönliche Zusammenspiel in der neun Personen umfassenden Gruppe, welche mit Schweizer Volksmusik und Popsongs zur Botschafterin der Schweiz wurde, als auch bei der Begegnung mit den neuen russischen Freunden funktionierte alles. So erklärte die Tübacher Studentin Jenni Piras, welche in dieser Gruppe das Akkordeon spielte und dazu die Berner Tracht trug.

Ein freundliches Volk
Eindrücklich bleiben ihr die Konzerte in Musik-Ferienlagern einheimischer Jugendlicher in Erinnerung. Da erlebten die Schweizerinnen und Schweizer ein spontanes Publikum, welchem man während einer halben Stunde Autogramme geben musste. Eine einheimische Gruppe zeigte dazu in ihren wunderschönen Gewändern Tänze ihrer russischen Heimat.

Sportartikel überbracht
Besondere Freude zeigten die russischen Jugendlichen dort, wo man ihnen Sportartikel brachte. Man hatte diese aus der Kollekte des Hauptprobe-Konzertes auf der Bodensee-Fähre Euregio gekauft. Überhaupt sei man einem freundlichen Volk begegnet. So hätten sich die Russen als Gentlemen erwiesen, welche ihr stets die Handorgel getragen hätten. Man sei froh gewesen, dass ein Super-Dolmetscher übersetzt habe. Sonst habe man sich eben mit ein wenig Englisch und mit Händen und Füssen und vor allem natürlich mit der Musik verständlich gemacht. Politisiert habe man nicht. Dazu hätten die gründlichen Kenntnisse gefehlt.

Irgendwann will Jenni Piras wieder nach Russland reisen, wo sie von der riesigen ebenen Landschaft beeindruckt worden ist. Froh zeigt sie sich darüber, dass man Moskau in der Gruppe besuchte. Sie selbst hätte sich wohl in dieser grossen Weltstadt verloren.