Fleissig wie ein Ameisenvolk

Wie in einem Ameisennest geht es auf dem Pausenareal der Tübacher Primarschule zu und her. Mehr als zwanzig kleine Arbeiter schaufeln und buddeln emsig und konzentriert, um einen schuleigenen Weiher zu erschaffen. Im Klassenzimmer sieht es nicht anders aus: Die zweite Hälfte der knapp 45 am Projekt Biotop beteiligten Schülerinnen und Schüler zeichnet Motive rund ums Thema Weiher auf Papier, bevor sie diese mit Wasserfarben auf ein weisses T-Shirt überträgt.
Natur hautnah erleben
Das Projekt entstand im vergangenen Sommer. Kathrin Hofstetter, Klassenlehrerin der zweiten Klasse, und Roman Bischof, Klassenlehrer der vierten und sechsten Klasse, hatten die Idee, das Thema Frösche und Tümpel klassenübergreifend zu behandeln. Sie beschlossen, nicht bei der Theorie zu bleiben, sondern den Kindern zu ermöglichen, die Natur hautnah zu erleben. Aus dieser Grundidee wurde das Projekt Biotop geboren. Zusätzlich zum pädagogischen Nutzen soll auch der Pausenplatz attraktiver werden.

Sitzgelegenheiten am Rand des Biotops ermöglichen den Schulkindern einen Rückzugsort.

Bis sie Beine haben
In einem «Forscherhäuschen», eine kleine Hütte direkt unter dem Weiher, werden Kaulquappen in einem Aquarium beobachtet, bis sie zu Fröschen werden. «Wenn sie ausgewachsen sind, ist es das Ziel, sie in unserem Biotop anzusiedeln», sagt Bischof.

Bis die kleinen Tierchen Beine haben, müssen sich die Kinder allerdings mit dem Führen eines Entwicklungs-Tagebuches zufriedengeben.

Einsatz der bemalten T-Shirts
«Nach den Sportferien haben wir begonnen, mit den Schülerinnen und Schülern die Themen Weiher, Insekten und Amphibien zu behandeln», sagt Hofstetter. Der Höhepunkt sei diese Woche, in der sie selbst ein Biotop gestalteten. Für die harte Arbeit würden sie mit einem Fest Ende April belohnt. Dann sind alle Eltern eingeladen, und die bemalten T-Shirts kommen zum Einsatz.

An einem Haag um den Weiher sind Namensschilder aller am Projekt Biotop beteiligten Kinder angebracht. Plakate zu den bearbeiteten Themen hängen an den Wänden im Schulhaus, und anschliessend wird gemeinsam gegrillt – allerdings keine Froschschenkel.