Fischsterben: Fall geht an Untersuchungsrichter

Hunderte von toten Bachforellen auf einer Länge von drei Kilometern Bachlauf: Das ist die traurige Bilanz des Fischsterbens im Häftli- und Hornbach (Tagblatt vom 23. April). Für das Fischsterben war Gülle verantwortlich, die von einer Geflügelfarm im Mörschwiler Weiler Horchental in den Chesselbach, einen Nebenbach des Hornbachs, geleitet wurde.
Inzwischen hat die Kantonspolizei St. Gallen den Fall weiter untersucht und die Angestellten der Geflügelfarm befragt. Allerdings ohne Erfolg, wie Mediensprecher Hans Peter Eugster sagt: «Bei der Geflügelfarm kann sich niemand erklären, wie das passieren konnte.» Klar sei bisher einzig, dass die Farm die Verursacherin sei. Die Polizei werde nun einen Bericht ans Untersuchungsamt schreiben. «Der Untersuchungsrichter muss dann aufgrund der Faktenlage das weitere Vorgehen entscheiden», sagt Eugster.

Seit 1987 werden im Chesselbach jeden Frühling gegen 10 000 junge Bachforellen ausgesetzt. Bis 1995 konnte der Fischereiaufseher jedes Jahr durchschnittlich 450 Jährlinge abfischen. Seither kam es immer wieder zu Vergiftungen. Der Verursacher konnte nie gefunden werden. Ob die Geflügelfarm auch für die Fischsterben in der Vergangenheit verantwortlich ist, wird Gegenstand der Abklärungen im Untersuchungsamt sein.