Elektra zahlt an erneuerbare Energie

Seit 2009 gibt es vom Bund kostendeckende Einspeisevergütungen (KEV) für erneuerbare Energien. Damit soll die Produktion unter anderem von Solarstrom gefördert werden. Besitzer von solcher Anlagen können bei der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid Vergütungen beantragen. Nur: Das zur Verfügung gestellte Geld, jährlich etwa 247 Millionen Franken, geht jeweils weg wie warme Semmeln. Es gibt also Wartefristen. Und da setzt der Gemeinderat Tübach ein.
Anreiz schaffen
«Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die Elektrizitätsversorgung ab 2012 den privaten Produzenten nebst der produzierten Energie auch den ökologischen Mehrwert vergütet», heisst es in einer Mitteilung. Und weiter: «Mit dieser Massnahme verstärkt die Elektra ihre Unterstützung der privaten Produktion von erneuerbaren Energien und hilft, Wartezeiten bei der KEV-Auszahlung zu überbrücken.» Zwar gebe es in Tübach noch keine beitragsberechtigten Anlagen, sagt Gemeindepräsident Michael Götte. Der Gemeinderat möchte aber verhindern, dass geplante Anlagen noch nicht realisiert werden, nur weil vom Bund nicht sofort solche Vergütungen zu erwarten sind. «Wir wollen mit unserem Entscheid einen Anreiz bieten, Anlagen für erneuerbare Energien zu realisieren», sagt Michael Götte.
Vorläufig für zehn Jahre
Die Vergütungen, die von der Gemeinde Tübach zu erwarten sind, orientieren sich gemäss Mitteilung des Gemeinderates am KEV-Ansatz. Und dieser übersteige den vom Bundesamt für Energie empfohlenen Ansatz. Das heisst: Je nach Grösse und Art der Anlage werden in diesem Jahr bis zu 50 Rappen pro Kilowatt bezahlt.
Der Gemeinderat hat beschlossen, die KEV-Vergütungen erstmals während maximal zehn Jahren auszubezahlen. Danach werde der Rat die Angelegenheit überprüfen und neu entscheiden, sagt Gemeindepräsident Michael Götte.