«Eine innovative Kombination»

Ein Teufelskreis. Arbeitslosigkeit und Alkoholismus sind Taktgeber dieses Teufelskreises. Aber es gibt Hilfe. Und Orte, wo geholfen wird. So etwa auf dem Mühlhof in Tübach. Diesen hat Josef Keller, Regierungspräsident des Kantons St. Gallen, gestern besucht. Anlässlich seines Präsidialjahres tourt er durch den Kanton und besucht Programme, wo stellenlose Menschen für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Vom Konzept des Mühlhofs zeigt er sich begeistert: «Solche innovativen Kombinationen sind wichtig», sagt Josef Keller. Und meint damit, dass im Mühlhof sowohl die Alkoholsucht bekämpft wie auch gezielt an der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt gefeilt wird.

Arbeiten für die Arbeit
Der Mühlhof bietet Platz für 23 Personen, wovon 10 für dieses Programm reserviert sind, wie Urs Thalmann, Leiter des Mühlhofs, erläutert. Die Aufenthaltsdauer betrage in der Regel sechs Monate und ist stationär. Das heisst: Die Patienten wohnen, arbeiten und leben auf dem Mühlhof. Und das in einer grossen Wohngemeinschaft.

Das Spezielle an diesem Programm ist, dass die stellenlosen Patienten die ersten 16 Wochen von der Bewerbungspflicht befreit sind, die für andere Stellenlose gilt. Urs Thalmann begründet: «In dieser Zeit wird vor allem therapeutisch gearbeitet und die Sucht bekämpft.» Die Patienten arbeiten zudem in einem der sechs Bereiche auf dem Mühlhof. So zum Beispiel in der Küche, in der Holzwerkstatt oder in der Gärtnerei. Dabei gehe es darum, sich mit der Arbeit grundsätzlich zu beschäftigen, sagt Bruno Ambühl, Leiter der Gärtnerei. Der berufliche Hintergrund sei zweitrangig. Das Handwerken oder Gärtnern habe auch soziale Aspekte: die Arbeit im Team zum Beispiel. Zudem helfe es den Patienten, sich psychisch zu stabilisieren.

Die Patienten auf dem Mühlhof sind von aller Couleur: solche mit solider Ausbildung und viel Berufserfahrung und solche mit wenig beruflicher Qualifikation. Die Patienten feilen auch an ihrem persönlichen Profil: Sie erarbeiten einen Lebenslauf und erstellen Bewerbungsbriefe. Auch üben sie Vorstellungsgespräche. Dies immer unter der «besonderen Berücksichtigung der Alkoholabhängigkeit». Das bedeute auch, dass man bei einem Bewerbungsgespräch «die Karten auf den Tisch legt», wie es der Sozialberater Daniel Baumgartner ausdrückt. Was aber nicht heisse, dass man mit dem Stempel «Alkoholiker» auf der Stirne herumlaufen solle. Es gehe primär um die Stärken eines Menschen.

Quoten lassen sich sehen
Was den Regierungspräsident Keller auf seiner Tour durch den Kanton bei jedem Halt interessiert: Wie erfolgreich ist das Programm? Und da kann der Mühlhof Erfreuliches vorweisen: Im Jahr 2005 hatten sie eine Stellenantrittsquote von 38,5 Prozent und im Jahr 2006 41,7 Prozent. Die Quote sagt aus, wie viel der Stellenlosen in einem Programm währenddessen oder drei Monate nach dem Programm eine Stelle finden. «Unsere Quoten übersteigen die manch anderer Programme», sagt der Leiter Urs Thalmann mit Stolz. In den letzten Jahren sankt die Quote im Fahrwasser der konjunkturellen Abkühlung jedoch auch beim Mühlhof. Nichtsdestotrotz sind Thalmann und seine Mitarbeitenden vom Konzept Mühlhof überzeugt: «Die Teilnehmer lassen sich auf den Mühlhof ein. Und sie haben eine hohe Motivation sowohl darin, ihre Sucht zu bewältigen, wie auch wieder eine Stelle zu finden.»

«Eine innovative Kombination»

Ein Teufelskreis. Arbeitslosigkeit und Alkoholismus sind Taktgeber dieses Teufelskreises. Aber es gibt Hilfe. Und Orte, wo geholfen wird. So etwa auf dem Mühlhof in Tübach. Diesen hat Josef Keller, Regierungspräsident des Kantons St. Gallen, gestern besucht. Anlässlich seines Präsidialjahres tourt er durch den Kanton und besucht Programme, wo stellenlose Menschen für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Vom Konzept des Mühlhofs zeigt er sich begeistert: «Solche innovativen Kombinationen sind wichtig», sagt Josef Keller. Und meint damit, dass im Mühlhof sowohl die Alkoholsucht bekämpft wie auch gezielt an der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt gefeilt wird.

Arbeiten für die Arbeit
Der Mühlhof bietet Platz für 23 Personen, wovon 10 für dieses Programm reserviert sind, wie Urs Thalmann, Leiter des Mühlhofs, erläutert. Die Aufenthaltsdauer betrage in der Regel sechs Monate und ist stationär. Das heisst: Die Patienten wohnen, arbeiten und leben auf dem Mühlhof. Und das in einer grossen Wohngemeinschaft.

Das Spezielle an diesem Programm ist, dass die stellenlosen Patienten die ersten 16 Wochen von der Bewerbungspflicht befreit sind, die für andere Stellenlose gilt. Urs Thalmann begründet: «In dieser Zeit wird vor allem therapeutisch gearbeitet und die Sucht bekämpft.» Die Patienten arbeiten zudem in einem der sechs Bereiche auf dem Mühlhof. So zum Beispiel in der Küche, in der Holzwerkstatt oder in der Gärtnerei. Dabei gehe es darum, sich mit der Arbeit grundsätzlich zu beschäftigen, sagt Bruno Ambühl, Leiter der Gärtnerei. Der berufliche Hintergrund sei zweitrangig. Das Handwerken oder Gärtnern habe auch soziale Aspekte: die Arbeit im Team zum Beispiel. Zudem helfe es den Patienten, sich psychisch zu stabilisieren.

Die Patienten auf dem Mühlhof sind von aller Couleur: solche mit solider Ausbildung und viel Berufserfahrung und solche mit wenig beruflicher Qualifikation. Die Patienten feilen auch an ihrem persönlichen Profil: Sie erarbeiten einen Lebenslauf und erstellen Bewerbungsbriefe. Auch üben sie Vorstellungsgespräche. Dies immer unter der «besonderen Berücksichtigung der Alkoholabhängigkeit». Das bedeute auch, dass man bei einem Bewerbungsgespräch «die Karten auf den Tisch legt», wie es der Sozialberater Daniel Baumgartner ausdrückt. Was aber nicht heisse, dass man mit dem Stempel «Alkoholiker» auf der Stirne herumlaufen solle. Es gehe primär um die Stärken eines Menschen.

Quoten lassen sich sehen
Was den Regierungspräsident Keller auf seiner Tour durch den Kanton bei jedem Halt interessiert: Wie erfolgreich ist das Programm? Und da kann der Mühlhof Erfreuliches vorweisen: Im Jahr 2005 hatten sie eine Stellenantrittsquote von 38,5 Prozent und im Jahr 2006 41,7 Prozent. Die Quote sagt aus, wie viel der Stellenlosen in einem Programm währenddessen oder drei Monate nach dem Programm eine Stelle finden. «Unsere Quoten übersteigen die manch anderer Programme», sagt der Leiter Urs Thalmann mit Stolz. In den letzten Jahren sankt die Quote im Fahrwasser der konjunkturellen Abkühlung jedoch auch beim Mühlhof. Nichtsdestotrotz sind Thalmann und seine Mitarbeitenden vom Konzept Mühlhof überzeugt: «Die Teilnehmer lassen sich auf den Mühlhof ein. Und sie haben eine hohe Motivation sowohl darin, ihre Sucht zu bewältigen, wie auch wieder eine Stelle zu finden.»