Ein Hoch auf die «ideale Schule»

Tübach. «Bruno, du häsch zom Konzept för e gueti Schuel, wo lebt, ganz viel öberleit», sangen die rund 100 anwesenden Kindergärtler und Primarschüler. Im Refrain sangen sie zusammen mit der Lehrerschaft: «Üsi Schuel isch ideal, chlii und ziitgemäss». Diese gesanglichen Worte drückten wohl den guten Zustand der Tübacher Schule aus.

Viel auf die Wege gebracht
Ob eine Schule in allen Teilen ideal ist, lässt sich immer fragen. Doch Bruno Gschwend blickt auf eine intensive und erfolgreiche sechsjährige Zeit als Schulpräsident zurück. «Politisch haben wir die kantonale Schulreform durchgebracht, in welchen Blockzeiten, obligatorischer Englischunterricht und die integrative Schule eingeführt wurden.» Zudem seien laufend technische Verbesserungen getätigt worden, etwa die interaktive Wandtafel oder technische Verbesserungen im PC-Bereich. Vieles sei im Hintergrund durchgebracht worden. Dabei verweist Gschwend auf die gute Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrerschaft und Schulbehörden.

Jubiläum ein Höhepunkt
Ein sichtbarer Höhepunkt sei die Hundertjahrfeier des Schulhauses gewesen, welche im Anschluss an die Schulhausrenovation stattfand, bilanziert er. Natürlich wolle er seinem Nachfolger René Latzer nicht dreinreden. «Wenn ich ihm aber etwas wünschen dürfte, dann den Erhalt der guten Zusammenarbeit im Team mit Schulleitung und Lehrerschaft.» Insbesondere würden alle am selben Strick ziehen. Das erachtet Gschwend deshalb als wichtig, weil die Zukunft intensiv bleiben werde. Er denkt neben anderem an einen Schulhaus-Erweiterungsbau und das dauernde Beobachten der Schülerzahlen: «Denn bei den schwankenden Schülerzahlen sind die Klassengrössen in Tübach eine stetige Herausforderung.»

100 beherzte Schüler
Dass die Schulkultur in Tübach auch im Kindergarten und Schulzimmer eine gute ist, spürte man in der sympathischen Verabschiedung durch Schulleiterin Louise Kobierski-Hollenstein, durch die Lehrerschaft und gut 100 – von 120 – anwesenden Schülern. Sie alle sangen beherzt für ihren abtretenden Schulpräsidenten. Die Schüler und Kindergartenkinder haben ihrem obersten Chef noch eine spezielle Freude bereitet. Mit einer hohen Fahne, ideal für den Garten, haben alle Kinder in einer vorgegebenen Fläche ihre Ideen malend verwirklicht. «Die Fahne ist garantiert wasserfest», versicherte ein Knirps aus der ersten Klasse. «Für mich ist die Überraschung dieser Verabschiedung etwas Einmaliges», freute sich Bruno Gschwend. Den Schülern, die über ihre ideale Schule sangen, attestierte er, dass das, was sie gesungen hätten, für ihn wichtig sei.