Ein Dorf in Feststimmung

Das ganze Dorf befand sich in Festlaune, als am Dienstag das Sommernachtsfest begann. Zum erstenmal beim Mehrzweckgebäude. Dort trafen sich etwa 350 Tübacherinnen und Tübacher zur Bundesfeier, lauschten den Worten des Gemeindepräsidenten Michael Götte, den Klängen der Musikgesellschaft Tübach-Horn und einer Live-Band und genossen kulinarische Köstlichkeiten.
Ziele soll der Mensch haben
Michael Götte hielt fest, dass er seine Rede aus Überzeugung halte, auch wenn eine Sonntagszeitung kürzlich zum Verzicht einer Rede geraten habe. Nach dem Verzehr der Bratwurst soll direkt zum Singen der Nationalhymne übergegangen werden. Dieser Rat wurde in Tübach nicht befolgt. Götte hielt die 1.-August-Ansprache und versicherte, dass er sich auch nach seiner verpassten Wahl zum Regierungsrat in der heutigen Funktion in Tübach wohl fühle. Entscheidend sei bei allem, was man anpacke, dass man an seine Ziele glaube und diese mit allen Kräften verfolge. Das habe er so im Wahlkampf gehalten, und so hielten es auch die Sportler an der Olympiade in London. Alle diese Sportler würden sich durch nichts von ihrem grossen Ziel abbringen lassen. «Warum können das viele Politiker nicht?», fragte er und gab gleich die Antwort: «Wir geben leider mehr und mehr unsere Freiheiten und Trümpfe auf und bringen die Ausrede, dass wir das müssen und sich die Zeit nun einfach so entwickle.»
Ein junges Dorf
In Tübach gebe es gegenüber zu früher viel mehr junge Einwohner, bemerkte ein Besucher. Das wurde auch an der Bundesfeier sichtbar. Viele fröhliche Kinder, aber auch Jugendliche und ältere Tübacher genossen den Abend. Höhepunkt für die Kinder waren der Lampionumzug, das Abbrennen des Funkens und der Genuss eines 1.-August-Weggens.
Organisiert wurde der Anlass vom Feuerwehrverein und der Jugendgruppe. Ernst Brandes, Präsident des Feuerwehrvereins, freute sich über den noch grösseren Besuch als im Vorjahr. «Besonders schön finde ich, dass so viele Neuzuzüger erschienen sind.»