Drei-Tonnen-Steine ausverkauft

Wer die Nützlichkeit eines tonnenschweren Steins im heimischen Haushalt anzweifelt, der sieht sich eines Besseren belehrt. Die Gemeindeverwaltung Tübach weiss von einer grossen Nachfrage zu berichten: «Es hat sich sogar eine andere Gemeinde gemeldet, die gleich alle Steine wollte», sagt Reto Schneider. Tübach habe aber privaten Interessenten den Vortritt lassen wollen, weshalb die Findlinge jetzt in Tübacher und Steinacher Gärten und in einem Bach liegen. Die Gemeindeverwaltung selbst hat nämlich auch ein paar Steine für sich beansprucht, damit sie das Ufer des Dorfbachs befestigen kann. Es scheint demnach, als ob die Steine doch vielseitig einsetzbar wären.

Gleich drei der Tübacher Steine hat sich die Steinacher Familie Bussmann gesichert. Sie haben sogar ihre Zypressen geopfert, um den neuesten Steinen – im Garten an der Schöntalstrasse finden sich bereits einige der grauen Brocken – ein schönes Zuhause zu bieten. Doch die Kilozahlen trügen. Trotz hohem Gewicht fallen die Steine eher klein aus. Der höchste der kleinen Gipfel ragt stolze 80 Zentimeter im Garten empor. Damit ist der Tübacher Stein die höchste Spitze im Garten der Bussmanns. Doch noch sind die Felsbrocken nicht ganz an ihrem endgültigen Standort angekommen. Bis dahin fehlen ihnen noch einige Meter. Dafür lassen Bussmanns extra einen Bagger auffahren, der die Steine über die kurze Distanz hinwegträgt.

Laut Reto Schneider sind alle Steine am richtigen Ort angekommen. Niemand hatte aber den viel böseren Einfall, einen Stein zu bestellen und ihn in Nachbars Garten abladen zu lassen. Denn wie bereits festgestellt, bedarf es eines Baggers, um 80 Zentimeter hohe Brocken zu bewegen.