Diskussion um eine Unterführung

Zahlreiche Stimmbürger liessen sich am Dienstagabend vom Gemeinderat über die Machbarkeit einer «Unterführung Schulstrasse» orientieren.

Verkehr wurde langsamer
Seit Jahren ist die Sicherheit der Kinder an der Schulstrasse ein Anliegen, das vor allem von Eltern immer wieder neu angesprochen wird. Solange Mehrzweckhalle, Kindergarten und Schulhaus durch die vielbefahrene Schulstrasse getrennt sind, stellt die Situation für viele eine Gefahr dar. Die Behörden prüften und prüfen mit Kanton und Polizei zusammen mögliche Verbesserungen.
Eine Lichtsignalanlage oder ein «Blechpolizist» wurden abgelehnt. 2005 glaubte man, mit dem Bau von Trottoir, Fussgängerübergang und Insel das Problem gelöst zu haben. So wird die Schulstrasse heute mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 51 km/h befahren, fünf Kilometer langsamer als noch vor fünf Jahren.

Zwei Varianten möglich
Wieder war es ein Auftrag der Bürger, welcher den Gemeinderat veranlasste, sich Gedanken über die Machbarkeit einer «Unterführung Schulstrasse» durch den Kopf gehen zu lassen. Über die Ergebnisse dieser Studie diskutierte die Behörde nun mit den Bürgern. Gemeindepräsident Michael Götte stellte zwei mögliche Varianten vor: Die erste könnte sowohl von Fussgängern als auch von Rollstuhlfahrern und Velofahrern benützt werden. Sie würde grosse Teile vom Pausenplatz der Schule auf der einen und vom Garten des Kindergartens auf der andern Strassenseite beanspruchen. An den Kosten von 430 000 Franken müsste sich die Gemeinde mit 170 000 Franken beteiligen. Den Rest übernähme der Kanton. Dieser würde sich an den Kosten von 250 000 Franken der nur für Fussgänger bestimmten Variante II nicht beteiligen. Strassenkreisinspektor Hans Kästli orientierte über die bevorstehende Sanierung der Schulstrasse durch den Kanton. Er sprach sich im Zeichen der Sicherheit deutlich für Variante I aus und betonte, dass der Strassenverkehr in Zukunft nicht schwächer werde. Votanten verlangten, dass bei der Realisierung einer Unterführung Insel und Zebrastreifen belassen würden, da Leute auf dem Weg zum Bus kaum die Unterführung, sondern weiterhin die Strasse benützten.

Meinungen sind geteilt
In der Probeabstimmung sprach sich ein Drittel für die Variante I, ein Drittel für das Belassen der Jetzt-Situation aus, während der Rest keine Meinung zum Ausdruck brachte. Der Gemeinderat wird die Situation nun weiter besprechen und gegebenenfalls auf die nächste Bürgerversammlung einen Antrag stellen.