Die Sonne macht den Kaffee

Seit Jahren setzt der Tübacher Unternehmer Roman Lehnherr auf erneuerbare Energien. Mit dem Geschäftssitz von Leomat in Tübach hat er innerhalb seines Liegenschaftsbesitzes bereits die fünfte Photovoltaikanlage eingerichtet. Lehnherr setzt sowohl auf erneuerbare Energien wie auf Umweltschutz. Auch beim Bau der neuen Anlage waren ihm Unternehmer aus der Region wichtig, um den Schadstoffausstoss zu minimieren.
Einen Schritt voraus
Am Montag erfolgte die symbolische Inbetriebnahme der neuen Photovoltaikanlage. Gemeindepräsident Michael Götte wies darauf hin, dass die Firma in bezug von erneuerbarer Energie in der Gemeinde eine Vorreiterrolle spiele. «Der Gemeinderat hat sich für eine Zukunft mit erneuerbarer Energie ausgesprochen. Noch ist die Gemeinde aber nicht so weit wie Leomat.»
Als Besonderheit würdigte Götte, dass die Anlage von Leomat mit einer Leistung von 100 kWh die grösste in Tübach und der Region sei. Derzeit bezahlte die Gemeinde an den Energieerzeuger 15 Rappen pro eingespeistes Kilowatt. Der Gemeindepräsident zeigte sich zudem erfreut darüber, dass Leomat nicht nur von derartigen Projekten spreche, sondern sie auch engagiert und mutig umsetze. Und vorausblickend wies er darauf hin, dass die Raiffeisenbank Goldach-Tübach-Untereggen in Planung einer 80-Kilowatt-Photovoltaikanlage sei.
Erstellt wurde die neue Solaranlage unter der Leitung der Generalunternehmung Solar & Consult GmbH, Altdorf. Gelungen sei es dabei, ortsansässige Firmen oder solche aus der Umgebung zu beauftragen, unterstrich Geschäftsführer Udo Schwieren.
400 Module auf 4100 m²
Daniel Büchel, Geschäftsführer von Leomat, erwähnte, dass auf einer Gesamtfläche von circa 2100 Quadratmetern auf dem Dach der Firma 400 Module aufgestellt wurden. Es werde mit einem Jahresertrag von 90 000 kWh gerechnet, was in etwa der Stromversorgung für 25 Einfamilienhäuser entspreche. Der Strombedarf von Leomat könne mit dieser Photovoltaikanlage vollumfänglich abgedeckt werden, erwähnte Büchel. Für Roman Lehnherr sind erneuerbare Energien schon sei vielen Jahren ein Thema. Selbst bei einem längeren USA-Aufenthalt habe er dort Gebäude mit Photovoltaik ausstatten lassen.

Langfristige Rechnung

Insgesamt betrage das Investitionsvolumen für die Anlage gegen 300 000 Franken. «Wir rechnen, dass sich die Anlage innerhalb von etwa 15 Jahren amortisiert», erklärte Geschäftsinhaber Roman Lehnherr. Die Bauzeit habe – inklusive der Einholung von diversen Bewilligungen beim Kanton – rund ein halbes Jahr gedauert. Die Firma mit seinen 47 Angestellten werde somit noch umweltfreundlicher, als sie dies bereits sei, in die Zukunft gehen, sagte Lehnherr.