Die Eiszeit hat begonnen

Es ist nicht bekannt, ob Thomas Würth in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen unruhigen Schlaf hatte. Sein wie aus der Pistole geschossenes «Nein, auf keinen Fall», als Ernst Locher ihn aufforderte, Schlittschuhe anzuziehen, lässt aber zumindest den Schluss zu, dass Goldachs Gemeindepräsident der Presseorientierung in der «Kellen» mit gemischten Gefühlen entgegensah. Es brauchte dann allerdings nur wenig Überredungskunst, um Thomas Würth doch noch auf die Eisfläche, beziehungsweise Kunststofffläche, zu lotsen. Diese ist seit gestern vormittag in Betrieb und kann noch bis 3. Januar genutzt werden.
Klein beginnen…
Die Alternative aus Kunststoff habe man laut Thomas Würth bewusst gewählt, da die Temperaturen in der Seeregion für eine echte Eisbahn zu unbeständig seien. «Wir haben vor einigen Jahren im Mühlegut eine Eisfläche erstellen lassen, doch leider konnte die Bevölkerung diese wegen eines Warmwettereinbruchs nur wenige Tage nutzen. Aus diesem Grund bin ich sehr dankbar für das Engagement des Verkehrsvereins Goldach, der die Kunsteisbahn mit der finanziellen Unterstützung durch die Raiffeisenbank lanciert und realisiert hat.»
Ruth Hurni, Präsidentin des Verkehrsvereins Goldach, verweist besonders auf den Umstand, dass nun mit der «Ice-Arena» während der Festtage eine attraktive Freizeitbeschäftigung praktisch vor der Haustüre zur Verfügung stehe. Eingeweiht wurde die mit 9 auf 22 Meter verhältnismässig kleine Kunsteisbahn gestern von Schülerinnen und Schülern von Daniela Tobler-Wehrli (5.) und Helmuth Flepp (2. Sek). Und die hatten sichtbar ihren Spass. «Zu Beginn lief es nicht gut, da bin ich mehr gelaufen, doch jetzt ist die Fläche eingelaufen, und es rutscht gut», sagt die 15jährige Lara Canini und zaubert gekonnt eine Pirouette aufs «Eis».
…und bei Bedarf ausbauen
Geöffnet ist die «Ice-Arena» täglich von 13 bis 22 Uhr; mit Ausnahme von 24., 25. und 31. Dezember, dann ist um 17 Uhr Schluss. Schlittschuhe kann jeder selber mitbringen oder beim von FC-Junioren organisierten Verleih mieten. Entpuppt sich die Kunsteisbahn in der Kellen als echtes Bedürfnis der Bevölkerung, so ist laut Thomas Würth im nächsten Jahr nicht nur eine Fortsetzung denkbar, dann wird die Fläche auch grösser ausfallen.