Der letzte seiner Art hört auf

Erst gaben Kurt und Christina Rohner ihren Getränkehandel in Goldach auf, dann warfen Paul und Ruth Studach das Handtuch in Mörschwil. Nur das Tübacher Familienunternehmen von Felix Schönenberger leistete 27 Jahre Widerstand gegen die Grossverteiler. Jetzt hört auch er auf. Schönenberger nimmt das Angebot der Brauerei Schützengarten als Leiter des Getränkemarktes in St. Gallen an.

Ein weiterer Grund für den 50-Jährigen, sein Geschäft aufzugeben, ist sein Alter: «Dieser Job ist Knochenarbeit. Kaum jemand macht das bis zur Pension.»

Die Entscheidung aufzuhören, ist ihm schwer gefallen: Seine 500 Kunden, bestehend aus Restaurants, Vereinen, Gemeindeverwaltungen, Firmen und Privaten, sind für ihn «wie die eigenen Kinder».

Mineral und alkoholfreies Bier
Felix Schönenberger ist noch bis Ende Februar mit Süss- und Mineralwasser, Bier, Wein und Saft unterwegs. Der Getränkehandel Schönenberger ist das letzte Familienunternehmen in der Region, das seine Produkte direkt an die gewünschte Adresse liefert. Darum nehmen auch viele ältere Leute Schönenbergers Dienstleistung in Anspruch. Das war schon immer so. Trotzdem hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert. So wird zum Beispiel heute an Festen – mit Ausnahme von Kinder- und Jugendveranstaltungen – nur noch selten Süsswasser, dafür mehr Mineralwasser konsumiert. Einen Boom erlebte auch das alkoholfreie Bier und alkoholfreier Möhlsaft. Felix Schönenberger fasst diese Entwicklung zusammen: «Die Leute achten vermehrt auf ihre Gesundheit.»

Das Sortiment des Schönenberger Getränkehandels beinhaltet vor allem regionale Getränke. So gehören neben der Brauerei Schützengarten die Mosterei Möhl in Arbon und die Mineralquelle Gontenbad zu den Lieferanten. Die grösste Einnahmequelle des Familienunternehmens ist der Festservice: Dieser macht fast die Hälfte des jährlichen Umsatzes aus.

Durch Zufall zum Geschäftsmann
Felix Schönenberger ist gelernter Käser. Nach der Lehre arbeitete er einige Jahre bei der Manser Molki AG in Mörschwil, bis er vor 27 Jahren von einem Kunden aus St. Gallen erfuhr, dass dieser für seinen Milchhandel einen Nachfolger suchte. Schönenberger übernahm das Geschäft ohne zu zögern. Heute nennt er es «eine Blitzaktion» – die er aber nie bereut hat. Zum Milchhandel, der sich auf Mörschwil und die Region St. Gallen beschränkt, kam der Getränkeverkauf dazu. Da Felix Schönenberger und seine Frau Theres regelmässig Vereinsfesten der Region beiwohnten, hatten sie schnell eine grosse Kundschaft für sich gewonnen; durch Mund-zu-Mund-Propaganda kamen Restaurants, Gemeindeverwaltungen, Firmen und Private hinzu. Parallel zum Getränkehandel hört der 50-Jährige Ende Februar auch mit dem Milchverkauf auf.

Kutschenfahrten weiter möglich
Was Felix Schönenberger (noch) nicht aufgeben wird, ist sein liebstes Hobby: Die Kutschenfahrten für Hochzeiten, Geburtstage und andere gesellschaftliche Anlässe.

Der letzte seiner Art hört auf

Erst gaben Kurt und Christina Rohner ihren Getränkehandel in Goldach auf, dann warfen Paul und Ruth Studach das Handtuch in Mörschwil. Nur das Tübacher Familienunternehmen von Felix Schönenberger leistete 27 Jahre Widerstand gegen die Grossverteiler. Jetzt hört auch er auf. Schönenberger nimmt das Angebot der Brauerei Schützengarten als Leiter des Getränkemarktes in St. Gallen an.

Ein weiterer Grund für den 50-Jährigen, sein Geschäft aufzugeben, ist sein Alter: «Dieser Job ist Knochenarbeit. Kaum jemand macht das bis zur Pension.»

Die Entscheidung aufzuhören, ist ihm schwer gefallen: Seine 500 Kunden, bestehend aus Restaurants, Vereinen, Gemeindeverwaltungen, Firmen und Privaten, sind für ihn «wie die eigenen Kinder».

Mineral und alkoholfreies Bier
Felix Schönenberger ist noch bis Ende Februar mit Süss- und Mineralwasser, Bier, Wein und Saft unterwegs. Der Getränkehandel Schönenberger ist das letzte Familienunternehmen in der Region, das seine Produkte direkt an die gewünschte Adresse liefert. Darum nehmen auch viele ältere Leute Schönenbergers Dienstleistung in Anspruch. Das war schon immer so. Trotzdem hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert. So wird zum Beispiel heute an Festen – mit Ausnahme von Kinder- und Jugendveranstaltungen – nur noch selten Süsswasser, dafür mehr Mineralwasser konsumiert. Einen Boom erlebte auch das alkoholfreie Bier und alkoholfreier Möhlsaft. Felix Schönenberger fasst diese Entwicklung zusammen: «Die Leute achten vermehrt auf ihre Gesundheit.»

Das Sortiment des Schönenberger Getränkehandels beinhaltet vor allem regionale Getränke. So gehören neben der Brauerei Schützengarten die Mosterei Möhl in Arbon und die Mineralquelle Gontenbad zu den Lieferanten. Die grösste Einnahmequelle des Familienunternehmens ist der Festservice: Dieser macht fast die Hälfte des jährlichen Umsatzes aus.

Durch Zufall zum Geschäftsmann
Felix Schönenberger ist gelernter Käser. Nach der Lehre arbeitete er einige Jahre bei der Manser Molki AG in Mörschwil, bis er vor 27 Jahren von einem Kunden aus St. Gallen erfuhr, dass dieser für seinen Milchhandel einen Nachfolger suchte. Schönenberger übernahm das Geschäft ohne zu zögern. Heute nennt er es «eine Blitzaktion» – die er aber nie bereut hat. Zum Milchhandel, der sich auf Mörschwil und die Region St. Gallen beschränkt, kam der Getränkeverkauf dazu. Da Felix Schönenberger und seine Frau Theres regelmässig Vereinsfesten der Region beiwohnten, hatten sie schnell eine grosse Kundschaft für sich gewonnen; durch Mund-zu-Mund-Propaganda kamen Restaurants, Gemeindeverwaltungen, Firmen und Private hinzu. Parallel zum Getränkehandel hört der 50-Jährige Ende Februar auch mit dem Milchverkauf auf.

Kutschenfahrten weiter möglich
Was Felix Schönenberger (noch) nicht aufgeben wird, ist sein liebstes Hobby: Die Kutschenfahrten für Hochzeiten, Geburtstage und andere gesellschaftliche Anlässe.