Der Schulterschluss von drei Grundbuchämtern

Goldach. Die Gemeindepräsidenten von Goldach (Thomas Würth), Tübach (Michael Götte) und Untereggen (Roger Böni) unterzeichneten gestern die Vereinbarung, welche auf den Zusammenschluss der Grundbuchämter zielt. Noch unterstehen die drei Gemeinderatsbeschlüsse dem fakultativen Referendum.

Amtsstelle in Goldach
Die Gemeindepräsidenten von Tübach und Untereggen betonen, dass es nicht einfach sei, Ämter aufzugeben. Aus Sicht von Tübach begründet Michael Götte den Schritt zum einen aus der personellen Situation.
Er weist daraufhin, dass Silvio Manser, in einem 65-Prozent-Pensum als Grundbuchverwalter und zuständig für das Bauwesen, per 28. Februar 2010 gekündigt habe.

Weil in Tübach die Regionalisierung des Grundbuchamtes immer wieder thematisiert wurde, habe er deswegen Kontakt mit dem Goldacher Gemeindepräsidenten Thomas Würth aufgenommen. Neben der Kündigung von Manser stehe in Tübach auch die Digitalisierung an, und dies würde hohe einmalige Kosten verursachen. Weil zudem die Stellvertretung bei Abwesenheiten des bisherigen Grundbuchverwalters bei längerer Abwesenheit nicht immer gewährleistet sei, wolle der Gemeinderat den Zusammenschluss mit Goldach anstreben. «Zudem wäre es schwierig, jemanden Geeigneten mit Grundbuch-Patent zu finden, welcher alle Aufgaben von Silvio Manser übernimmt», unterstreicht Götte.

Vorausblickender Entscheid
Für Untereggen würde derzeit noch kein Handlungsbedarf für eine Regionalisierung des Grundbuchamtes bestehen, erklärt Gemeindepräsident Roger Böni. Er ist selber für das Grundbuchamt zuständig. «Unbefriedigend ist jedoch die Stellvertretung gelöst, wenn ich wegen Ferien oder sonstigen Gründen abwesend bin.»

Durch den Zusammenschluss mit Goldach sei die Stellvertretung für die Bürger, welche das Grundbuchamt aufsuchen müssen, auf Dauer während der ordentlichen Bürozeiten gewährleistet. Zudem habe der Unteregger Gemeinderat auch an die Zukunft gedacht. Wenn es eine personelle Änderung geben würde, hätte Untereggen wohl dieselben Probleme wie Tübach, einen geeigneten Nachfolger für den Grundbuchverwalter zu finden.

Personelle Verlagerungen
Personelle Konsequenzen sind durch diesen Schulterschluss unvermeidlich. Das Grundbuchamt Goldach wird bisher in einem Pensum von rund 1,7 Stellenprozenten geführt. «Bedingt durch die Regionalisierung werden wir jetzt eine weitere Stelle ausschreiben können. Durch den Beitritt von Tübach und Untereggen könnten wir zwei patentierte Grundbuchverwalter beschäftigen. Und was uns wichtig ist: der Ausbildungsplatz auf der Gemeindeverwaltung bleibt erhalten», erklärte Thomas Würth.

In Tübach werde nach dem Wegfall der Grundbuchaufgaben die übrigen Tätigkeiten von Silvio Manser auf andere Mitarbeiter verteilt, sagt Michael Götte. Finanzielle Konsequenzen wird der Wegfall des Grundbuchamtes Untereggen ebenfalls haben. Es beinhaltet wie in Tübach etwa ein 30-Prozent-Pensum. «Ich werde nach der Abgabe des Grundbuchamtes mein Gehalt anteilsmässig reduzieren müssen», erklärt der Unteregger Gemeindepräsident Roger Böni.

Gestaffelte Regionalisierung
Wenn keine Referenden ergriffen werden, geht ab 1. März 2010 für Tübach die Stellvertretung an das Grundbuchamt Goldach über. Ab 1. Juli wird Tübach in das regionalisierte Grundbuchamt Goldach übergehen. Aus technischen Gründen dauert der Übertritt von Untereggen etwas länger. Roger Böni erwartet den Übertritt auf den 1. Januar 2011.

Nicht ins Boot der Regionalisierung konnte Steinach geholt werden, erklärte Michel Götte. «Wir hätten Kapazitäten gehabt, um auch Steinach einzugliedern», so Thomas Würth.

Kostenaufteilung problemlos
Noch seien einige Herausforderungen und Details zu lösen, erklärten die drei Gemeindepräsidenten einhellig. Auch die genaue Bezeichnung des Amtes sei noch offen. Kaum Probleme dürften finanzielle Aspekte bringen. Tübach und Untereggen bezahlen der Gemeinde Goldach für Infrastruktur-Veränderungen jährlich je 7000 Franken. Die Grundbuch- und Schätzungsgebühren, welche Goldach für die beiden Gemeinden einnimmt, werden diesen vollumfänglich überwiesen. Die Personalkosten werden entsprechend der Anzahl Grundbuchgeschäfte aufgeteilt.

Schliesslich betonen sowohl Michael Götte wie Roger Böni, dass sie eindeutig zu ihrer Verwaltung stehen. Doch dieser Zusammenschluss sei von den Notwendigkeiten her sicher das Beste – auch für die Bürgerinnen und Bürger.

Der Schulterschluss von drei Grundbuchämtern

Goldach. Die Gemeindepräsidenten von Goldach (Thomas Würth), Tübach (Michael Götte) und Untereggen (Roger Böni) unterzeichneten gestern die Vereinbarung, welche auf den Zusammenschluss der Grundbuchämter zielt. Noch unterstehen die drei Gemeinderatsbeschlüsse dem fakultativen Referendum.

Amtsstelle in Goldach
Die Gemeindepräsidenten von Tübach und Untereggen betonen, dass es nicht einfach sei, Ämter aufzugeben. Aus Sicht von Tübach begründet Michael Götte den Schritt zum einen aus der personellen Situation.
Er weist daraufhin, dass Silvio Manser, in einem 65-Prozent-Pensum als Grundbuchverwalter und zuständig für das Bauwesen, per 28. Februar 2010 gekündigt habe.

Weil in Tübach die Regionalisierung des Grundbuchamtes immer wieder thematisiert wurde, habe er deswegen Kontakt mit dem Goldacher Gemeindepräsidenten Thomas Würth aufgenommen. Neben der Kündigung von Manser stehe in Tübach auch die Digitalisierung an, und dies würde hohe einmalige Kosten verursachen. Weil zudem die Stellvertretung bei Abwesenheiten des bisherigen Grundbuchverwalters bei längerer Abwesenheit nicht immer gewährleistet sei, wolle der Gemeinderat den Zusammenschluss mit Goldach anstreben. «Zudem wäre es schwierig, jemanden Geeigneten mit Grundbuch-Patent zu finden, welcher alle Aufgaben von Silvio Manser übernimmt», unterstreicht Götte.

Vorausblickender Entscheid
Für Untereggen würde derzeit noch kein Handlungsbedarf für eine Regionalisierung des Grundbuchamtes bestehen, erklärt Gemeindepräsident Roger Böni. Er ist selber für das Grundbuchamt zuständig. «Unbefriedigend ist jedoch die Stellvertretung gelöst, wenn ich wegen Ferien oder sonstigen Gründen abwesend bin.»

Durch den Zusammenschluss mit Goldach sei die Stellvertretung für die Bürger, welche das Grundbuchamt aufsuchen müssen, auf Dauer während der ordentlichen Bürozeiten gewährleistet. Zudem habe der Unteregger Gemeinderat auch an die Zukunft gedacht. Wenn es eine personelle Änderung geben würde, hätte Untereggen wohl dieselben Probleme wie Tübach, einen geeigneten Nachfolger für den Grundbuchverwalter zu finden.

Personelle Verlagerungen
Personelle Konsequenzen sind durch diesen Schulterschluss unvermeidlich. Das Grundbuchamt Goldach wird bisher in einem Pensum von rund 1,7 Stellenprozenten geführt. «Bedingt durch die Regionalisierung werden wir jetzt eine weitere Stelle ausschreiben können. Durch den Beitritt von Tübach und Untereggen könnten wir zwei patentierte Grundbuchverwalter beschäftigen. Und was uns wichtig ist: der Ausbildungsplatz auf der Gemeindeverwaltung bleibt erhalten», erklärte Thomas Würth.

In Tübach werde nach dem Wegfall der Grundbuchaufgaben die übrigen Tätigkeiten von Silvio Manser auf andere Mitarbeiter verteilt, sagt Michael Götte. Finanzielle Konsequenzen wird der Wegfall des Grundbuchamtes Untereggen ebenfalls haben. Es beinhaltet wie in Tübach etwa ein 30-Prozent-Pensum. «Ich werde nach der Abgabe des Grundbuchamtes mein Gehalt anteilsmässig reduzieren müssen», erklärt der Unteregger Gemeindepräsident Roger Böni.

Gestaffelte Regionalisierung
Wenn keine Referenden ergriffen werden, geht ab 1. März 2010 für Tübach die Stellvertretung an das Grundbuchamt Goldach über. Ab 1. Juli wird Tübach in das regionalisierte Grundbuchamt Goldach übergehen. Aus technischen Gründen dauert der Übertritt von Untereggen etwas länger. Roger Böni erwartet den Übertritt auf den 1. Januar 2011.

Nicht ins Boot der Regionalisierung konnte Steinach geholt werden, erklärte Michel Götte. «Wir hätten Kapazitäten gehabt, um auch Steinach einzugliedern», so Thomas Würth.

Kostenaufteilung problemlos
Noch seien einige Herausforderungen und Details zu lösen, erklärten die drei Gemeindepräsidenten einhellig. Auch die genaue Bezeichnung des Amtes sei noch offen. Kaum Probleme dürften finanzielle Aspekte bringen. Tübach und Untereggen bezahlen der Gemeinde Goldach für Infrastruktur-Veränderungen jährlich je 7000 Franken. Die Grundbuch- und Schätzungsgebühren, welche Goldach für die beiden Gemeinden einnimmt, werden diesen vollumfänglich überwiesen. Die Personalkosten werden entsprechend der Anzahl Grundbuchgeschäfte aufgeteilt.

Schliesslich betonen sowohl Michael Götte wie Roger Böni, dass sie eindeutig zu ihrer Verwaltung stehen. Doch dieser Zusammenschluss sei von den Notwendigkeiten her sicher das Beste – auch für die Bürgerinnen und Bürger.