Bewährtes erhalten, Neues anpacken

Warum haben Sie sich für dieses Amt zur Verfügung gestellt?
In meinem Fall war es die Anfrage des bisherigen Präsidenten, der mein direkter Nachbar und einer der ersten Tübacher war, der uns in der Gemeinde begrüsste. Meine Familie und ich leben seit gut fünf Jahren in Tübach, wir fühlen uns wohl hier. Die solide und kollegiale Struktur des Kirchenverwaltungsrates vereinfachte meine Entscheidungsfindung. Ich freue mich auf das Neue.
Was bedeutet Ihnen die Religion?
Eine diffizile Frage. Für mich ist Religion nicht nur ein Glaube, der zelebriert werden muss, sondern eine Möglichkeit, unsere Kultur zu erhalten. Ich bin überzeugt, dass Religion und Glaube an Gott und Jesus in jedem individuell zum Vorschein kommt und auch entsprechend zu akzeptieren ist.
Wo werden sie die Schwerpunkte in der Kirchgemeinde setzen?
Die Schwerpunkte werden dort gesetzt, wo Bedarf besteht. Es ist wichtig, Bewährtes weiterzuführen, sich aber auch neuen Aufgaben zu stellen. Schliesslich wird der Kirchenverwaltungsrat versuchen, die vorhandenen Bedürfnisse entsprechend abzudecken.
Oft wird moniert, dass die Kirche zu wenig nah bei ihren Schäfchen, vor allem den jüngeren, sei.
Welche Nähe wäre denn wünschenswert? Ich denke, dass die Problematik standortbedingt ist. Was die Jungschar in unserer Gemeinde betrifft, bin ich überzeugt, dass die richtige Nähe und vor allem die richtigen Anlaufstellen zur Verfügung stehen.
Wie oft besuchen Sie selber die Gottesdienste?
Ich könnte jetzt sagen, zu den üblichen Feierlichkeiten wie Weihnachten und Ostern. Werten wir die Anzahl der Gottesdienstbesuche, gehöre ich zu jenen, die den Durchschnitt drücken, was aber nicht so bleiben muss.