Auswahl in sechs von acht

Region Rorschach. Heute in einem Monat werden die Behörden der st. gallischen Gemeinden für vier Jahre gewählt. In der Region Rorschach stellen sich von den Präsidenten nur je einer von Gemeinde und Schule nicht mehr zur Wahl.
In den acht Gemeinden von Steinach bis Rheineck gab es im Verlauf der Amtsperiode zwei Wechsel im Präsidium: in Tübach von Roger Hochreutener (CVP; Wegzug) in einer Kampfwahl zu Michael Götte (SVP); in Steinach von Guido Wüst (CVP; pensioniert) ohne Kampf zu Roland Brändli (FDP). Ende Amtsdauer tritt nun Ernst Tobler (FDP) in Rorschacherberg altershalber nicht mehr an. Von den Schulpräsidenten hört Rolf Müller in Untereggen auf.

Noch eine Parteifrage?
In immer mehr Gemeinden suchen Parteien gemeinsam einen Gemeindepräsidenten. In Rorschacherberg aber kommt es zu traditionellem Kräftemessen: Beat Hirs, FDP, gegen Michael Buob, CVP. Die Parteifrage hat auch hier an Bedeutung verloren. Sie stellt sich aber, weil die CVP bereits im Schulrat und in der GPK den Präsidenten stellt. Sie würde also dominant, obwohl alle vier Parteien etwa den gleichen Wähleranteil haben. Mehr gewichten dürften die Wähler jedoch, welche Ausbildung und Erfahrung eher für dieses Amt befähigt und ob sie Buob vorziehen, weil er immer in Rorschacherberg war, oder Hirs, weil er vor seinem Zuzug auch in anderen Landesgegenden lebte.

Bisherige unbestritten
Die weiteren Sitze in der Gemeinde- und der Schulbehörde beanspruchen in den meisten Gemeinden weiterhin Parteien aufgrund ihres Wähleranteils. Solche Auswahl gibt es diesmal nur, wo Amtsinhaber zurücktreten. Und alle neuen Kandidaten kämpfen nur um freiwerdende Sitze. 2004 hingegen bewirkte in Tübach ein Komitee die Abwahl des Schulpräsidenten und ein so schlechtes Ergebnis für den Gemeindepräsidenten, dass er wegzog. Und die SVP wollte auch gegen Bisherige Sitze gewinnen wie in Goldach und Rorschach. Sie hatte aber knapp keinen Erfolg.

SVP in der Warteschlaufe
Die SVP blieb untervertreten. Trotzdem tritt sie nur noch an, wo Sitze frei werden – mit zwei Ausnahmen: In Rorschacherberg kämpft sie gegen ihren bisherigen Gemeinderat, von dem sie sich trennte; in Rorschach kandidiert sie trotz freien Sitzes nicht, weil sie hier keine aktiven Leute hat.