Aufgeschobene Steuersenkung

Die Jahresrechnung der Gemeinde Tübach ist erst Anfang Februar spruchreif. Schon jetzt lässt sich allerdings sagen: Die Zahlen werden erfreulich sein. Denn die bereits präsentierte Steuerabrechnung 2008 zeigt, dass rund 600 000 Franken mehr eingingen als budgetiert.

Hoher Überschuss erwartet
Das Budget 2008 sah nur ein leichtes Defizit von 41 300 Franken vor, «und auf der Ausgabenseite wurden die Budgetzahlen im abgelaufenen Jahr eingehalten», weiss Gemeindepräsident Michael Götte bereits jetzt. Ein Ertragsüberschuss von über 400 000 Franken wie im Jahr 2007 scheint also durchaus realistisch.

Ein grosser Teil des Überschusses floss damals in die Eigenkapital-Reserve, und Ähnliches schwebt dem Gemeindepräsidenten auch für die Jahresrechnung 2008 vor. «Ich bin der allererste, der sich für Steuerfusssenkungen stark macht», sagt er. Bei der derzeit schlechten Wirtschaftslage wolle er aber «keine Turnübungen» machen. Was heissen soll: Lieber die vor zwei Jahren wegen zu hoch budgetierten Steuereinnahmen beinahe aufgebrauchten Reserven weiter erhöhen und den Steuerfuss, der derzeit bei 115 Prozent liegt, später «mit gutem Gewissen» senken. «Dafür dann um eine substanzielle Grösse von ungefähr fünf Prozent.»

Im Jahr 2007 betrugen die Mehreinnahmen bei den Steuern 412 000 Franken. Dass die Gemeinde nun bereits im zweiten Jahr in Folge massiv mehr einnehme als budgetiert, sei erfreulich, sagt Götte. Absichtlich zu tief eingeschätzt werde der Steuerertrag nicht, fügt er an. «Wir berücksichtigen jeweils die Tendenzen des Kantons.»

Ertrag von über vier Millionen
Höhere Steuern resultierten im Jahr 2008 bei den Einkommens- und Vermögenssteuern des laufenden Jahres (plus 180 000 Franken) und auch bei den Nachzahlungen (270 000.–). Deutliche Mehreinnahmen von 130 000 Franken fielen ebenso bei den Steuern Juristischer Personen an, wie der Gemeinderat mitteilt. Auch bei den Quellensteuern (7000.–), bei den Grundstückgewinnsteuern (10 000.–) und bei den Handänderungssteuern (12 000.–) liegen die Ergebnisse über den budgetierten Beträgen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Steuerertrag um 11,7 Prozent auf 4 227 533 Franken gestiegen.