Auch Raiffeisen setzt auf die Sonne

Alternative Energie ist in der Region Rorschach nicht nur ein Schlagwort, hier tut sich tatsächlich etwas. Auf dem Dach der Schmid-Fehr AG in Goldach, bei der Leomat AG in Tübach und auf dem neuen Würth-Gebäude in Rorschach wurden zuletzt innert eines knappen Monats knapp 5000 Quadratmeter Solarzellen installiert. Nun nimmt auch die Raiffeisenbank Goldach ihre ökologische Verantwortung wahr und produziert ihren Energiebedarf mit einer Photovoltaikanlage selbst. Dafür werden in den nächsten Tagen auf dem Reithallen-Dach bei der Aachmühle Tübach 500 Quadratmeter Photozellen montiert. Bei einer Leistung von 80 kWp ist laut Ernst Locher, Leiter der Raiffeisenbank Goldach, eine Jahresproduktion von rund 75 000 kWh zu erwarten, vergleichbar mit dem Jahresverbrauch von 25 Haushalten.
Er freue sich, so Locher, dass es gelungen sei, innerhalb des Marktgebietes der Bank ein Dach zu finden, das auch noch an der Route des Raiffeisen-Wasserweges liege. «Raiffeisen wirbt mit Nachhaltigkeit, wir wollen dies auch im Sektor Energie umsetzen.» Mit Grundeigentümer Christoph Lehner ist ein Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen worden. Innert kurzer Zeit werde in der Gemeinde bereits die zweite grosse Photovoltaikanlage realisiert. Dies sei ein klares Zeichen dafür, dass Alternative Energie im Dorf wachsende Bedeutung habe, sagt Tübachs Gemeindepräsident Michael Götte. Das vom Gemeinderat derzeit erarbeitete Energiekonzept strebe kein Label an, sondern solle ein aktives und unterstützendes Programm sein.