Aachmühle als Publikumsmagnet

Zum zehnten Mal fand am Samstag der Schweizer Mühlentag statt und erstmals war die Tübacher Aachmühle dabei. Der Besucherandrang war enorm und die Organisatoren überwältigt. «Wir rechneten mit wenigen Leuten. Doch wir wurden von Besuchern richtig überrannt», freute sich Ernst Locher, Leiter der Technischen Betriebe Tübach. Die Besucher erfuhren und sahen Erstaunliches.
Eine Fotoausstellung und Pferdekutschen-Fahrten um das Areal der Mühle beeindruckten genauso wie das imposante Mühlenrad. «Wir sind überwältigt vom grossen Wissensdurst der vielen Besucher», so Locher.

Verbürgte Wasserrechte
Beteiligt sind am Kanal die Gemeinden von Tübach und Horn, klärte Ernst Locher auf.

Es würden aber auch zwei sogenannte ehehafte Wasserrechte (private Rechte an öffentlichen Gewässern) bestehen, welche die Bruggmühle und der Besitzer der Mühle, Christoph Lehner, innehaben. Die Frage eines Besuchers, was das für den Besitzer bedeute, begründet Locher. «Der Strom-Anteil des Besitzers wird in das Netz der Elektra Tübach eingespeist und der entsprechende Betrag dem Besitzer vergütet.» Im Fall der Bruggmühle fliesse der Strom in das dortige Elektrizitäts-Kraftwerk.

Wasser mitten ins Haus
Wohl am meisten Erstaunen, und das bei einigen Besuchern schon seit Jahren, löste der Wasserlauf des Kanals aus. Ein Goldacher Ehepaar spaziert gemäss ihren Aussagen seit zehn Jahren dem Kanal entlang und um die Aachmühle. Die Ehefrau meinte, dass sie immer erstaunt gewesen sei, dass der Kanal mitten ins Haus der Mühle fliesse. «Ich habe mich oft gefragt, wo denn das Wasser wieder hinausfliesst».

Aufklärung erhielt sie beim Rundgang, als sie einen munter fliessenden Bach unweit von der Mühle auftauchend, vorgezeigt erhielt. «Eindrücklich und interessant, dass ich das nun an der Führung erfahren habe», freute sie sich.

Ein Besucher aus St. Gallen hat gemäss seiner Aussage schon viele Mühlen in der Schweiz besucht. Über Internet und durch die Zeitung sei er nun auf die Aachmühle gestossen. «Für mich ist völlig neu, dass es in Tübach so etwas Imposantes gibt.»

Viel Herzblut investiert
Ernst Locher wies anlässlich des Schweizer Mühlentages darauf hin, wie er und Leute der Stiftung Aachmühle unzählige Stunden investiert haben, um das Mühlrad, den Generator und weiteres im Zusammenhang mit der Mühle wieder auf den heutigen blitzsauberen Stand zu bringen.

Das entlockte auch einer Besucherin Anerkennung. «Schön, dass da einige Leute den Mut fanden, so etwas Schönes mit derart viel Herzblut herzurichten.

» Und ihr Ehemann drückte die nützliche Seite aus. «Da wird zudem noch umweltfreundlicher Strom produziert. Auch wenn das zwar wenig ist, sollte man das fördern.»