100 Einwohner in zehn Jahren

Nach einer ersten Vernehmlassung buchstabierte der Gemeinderat bei der Erschliessung Wegacker zurück. Die Überbauung Hermet soll als Ganzes realisiert werden. Dagegen meldeten zwei Anwesende Bedenken an.

Rund 100 Schreiben seien auf die erste Vernehmlassung eingegangen, sagte Gemeindepräsident Michael Götte. Als Konsequenz daraus sei die Erschliessung Wegacker zurückgestellt worden, um dem Wunsch für eine massvolle Einwohnerentwicklung zu entsprechen. Ortsplaner Thomas Eigenmann sprach von rund 100 Leuten mehr in zehn Jahren.

Ohne Wegacker
Insgesamt sind acht Teilzonen-Anpassungen vorgesehen: Aach/Mühlhof, Meggenhus, Neubrunn, Saxholz, Unterdorf, Wegacker, Hermet und Kellen/Waldegg. Jene im Hermet laufe nicht parallel mit den übrigen Teilzonen, für das Hotel Kellen/Waldegg sei wie im Hermet ein Gestaltungsplan in Ausarbeitung, sagte Götte. Die Idee des Gemeinderats sei, alle Teilzonen einzeln aufzulegen, damit die Unbestrittenen rechtskräftig werden könnten.

Für ganzen Hermet
Ein Landbesitzer im Wegacker freute sich, dass in der Zonenplanrevision vorgesehen ist, den Wegacker von der Schulstrasse her zu erschliessen. Er bedauerte aber, dass das Vorhaben zurückgestellt wurde und dafür die ganze Überbauung Hermet auf einmal realisiert werden soll. «Ist das massvolle Entwicklung?» fragte er.

Zwar würde eine Etappierung im Hermet Vorteile bergen, sagte Götte, da längerfristig Bauland zur Verfügung stehen würde, besonders weil später vielleicht weitere gute Interessenten hinzukommen könnten. Er denkt dabei an das Bundesverwaltungsgericht und die Firma Würth. Doch dem widerspreche, dass die Gemeinde für den Landkauf Kapital aufgenommen habe und jeder Tag Geld koste. Zudem könne die Erschliessung nicht etappiert werden. Nicht zuletzt würde eine längerfristige Bauzeit eine ewige Baustelle bedeuten. Das Interesse ist gross. «Bereits haben wir rund 80 Anfragen.» Spekulanten erteilte Götte eine Absage. «Landkäufern stellen wir die Bedingung, binnen einer bestimmten Frist zu bauen.» Im neuen Zonenplan würden so 7000 Quadratmeter Bauland im Hermet und 2800 Quadratmeter im Saxholz entstehen, was eben nach Berechnungen eine Erweiterung um rund 100 Einwohner bedeuten würde.

Zweite Vernehmlassung
Der Überbauungsplan ist im August beim Kanton zur Vorprüfung eingereicht worden. Ebenfalls zur Vorprüfung eingereicht ist die Ortsplanrevision. Bis zum 24. Oktober soll den Bürgern Gelegenheit für eine zweite Vernehmlassung gegeben werden. Nach Bereinigung der Zonenpläne soll der Erlass der Planungsinstrumente erfolgen und anschliessend das Auflageverfahren, voraussichtlich Anfang 2009, für die Revision erfolgen. Wird der Zonenplan Hermet rechtskräftig, würde der Gemeinderat 2009 den Bürgern einen Kredit für den Landerwerb beantragen.